Anna Rottensteiner

1962 in Bozen geboren, Studium der Germanistik und Slawistik in Innsbruck, anschließend Tätigkeit als Buchhändlerin und Lektorin. 2003 – 2023 Leiterin des Literaturhauses am Inn. Sie übersetzt aus dem Italienischen und ist als Herausgeberin, Rezensentin, Moderatorin und Konzeptentwicklerin tätig. Ihre Romane wurden ins Italienische übersetzt. 2017 wurde sie mit dem Internationalen Preis Merano Europa für die beste Lyrik-Übersetzung aus dem Italienischen ins Deutsche ausgezeichnet. 2021 arbeitete sie gemeinsam mit internationalen AutorInnen aus Italien, Frankreich und Rumänien am Projekt Körperland – Landkörper, das im Rahmen der Internationalen Literaturdialoge von der Sektion für internationale Kulturbeziehungen des österreichischen Außenministeriums gefördert wurde. Zuletzt erschienen: Lithops. Lebende Steine (edition laurin 2019), Nur ein Wimpernschlag (edition laurin 2016), Mutterbande (edition laurin, 2025)

Urlaubsfeeling in kurzen, aber intensiven Dosen machen sie einsatzbereit für den harten Arbeitsalltag, und sie erfassen intuitiv, was für das Glück des Gastes von Nöten ist. Der See selbst ist für sie während der Saison tabu. Studien belegen, dass die Einwohner auch außerhalb der Saison den Gefühlsinput mittels dieses eigens für das Tal entwickelten Verfahrens, das die Geräusche, den Duft und die Berührungen überzeugend echt simuliert, höher einschätzen und dieser in seiner Wirkung unvergleichlich stärker ist als ein real absolvierter Spaziergang oder ein Tauchgang im See.

Aus: Selig die Träumenden

Portrait Anna Rottensteiner

Foto: birgitkoell.at