Blick auf den Prater

Bild: Edith Tudor-Hart © Familie Suschitzky

Literatur und Film

– zwei Medien, die mit unterschiedlichen Mitteln dasselbe wollen: Geschichten erzählen. Geschichten, die unser Denken verändern, unseren Blick auf uns selbst und auf andere hinterfragen und erweitern. Aber was sind die formalen Mittel und Strategien von Film und/oder Literatur? Was ist ihnen gemeinsam und was unterscheidet sie? Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Und wie lassen sich Stilmittel des jeweils anderen Mediums für die eigene Arbeit nutzbar machen?

Der Film als Quelle der Inspiration für die Literatur – vice versa – ist Thema der 43. Innsbrucker Wochenendgespräche. Der Fokus der Veranstaltung liegt neben den Lesungen bei den Diskussionen, weshalb über Film und Literatur in allen Facetten gesprochen werden wird.

Unter der Leitung des Schriftstellers und Dokumentarfilmers Peter Stephan Jungk, der einen bewegenden Film über seine Großtante, die Fotografin, Spionin für die Sowjetunion und alleinerziehende Mutter Edith Tudor-Hart, gedreht hat, diskutieren:

Julya Rabinowich, eine der bekanntesten AutorInnen Österreichs, deren Roman Herznovelle kürzlich verfilmt wurde. Kurt Palm, der als Autor und Regisseur in beiden Gattungen erfolgreich ist. Der Autor, Lyriker, Essayist und Filmwissenschaftler Thomas Ballhausen, der sich mit dem Aspekt von Film als kulturelles Erbe sowie Film und Geschichte beschäftigt. Dimitré Dinev, „Innsbruck liest“-Autor und Verfasser von Drehbüchern, Übersetzungen, Theaterstücken und Romanen. Weiters Clemens Aufderklamm, Drehbuchautor, Story- und Script-Editor von so erfolgreichen TV-Serien wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Händl Klaus, von dessen vielseitigem Schaffen Prosa- und Theaterstücke, Hörspiele, zahlreiche Opernlibretti und zwei preisgekrönte Filme zeugen. Kathrin Resetarits, Autorin, Dramaturgin, Regisseurin und Schauspielerin, zuletzt in L’Animale von Katharina Mückstein zu sehen. Lorenz Langenegger, Theater- und Romanautor sowie für das Drehbuch mehrerer Schweizer Tatort-Folgen mitverantwortlich. Und Herbert J. Wimmer, der in seinem Buch Unsichtbare Filme: Ein relativer Roman gezeigt hat, wie man Film als Textmodell fruchtbar machen kann.

Aufgrund der bestehenden Situation im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden die 43. Innsbrucker Wochenendgespräche zu den im Programm angekündigten Zeiten als Livestream aus dem ORF sowie dem Haus der Musik übertragen. Die Gespräche werden im Anschluss bis Ende Juni 2021 auf unserem YouTube-Kanal zum Nachsehen verfügbar sein. Aktuelle Informationen zum Programm sowie die Links zu den Livestreams finden Sie hier und auf unserer Facebook-Seite.

Wir freuen uns auf Sie!

Birgit Holzner und Joe Rabl

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