Blick auf den Prater

Bild: Edith Tudor-Hart © Familie Suschitzky

Seit 42 Jahren finden die Innsbrucker Wochenendgespräche jedes Jahr im Mai statt. Auch heuer ist alles schon vorbereitet, aber nach unserer Einschätzung wird die Veranstaltung in Innsbruck Anfang Mai wahrscheinlich nicht stattfinden können.

Wir haben uns auch überlegt, die Gespräche virtuell durchzuführen, aber wir können uns das so gar nicht vorstellen. Weil das Spannende, das im direkten Gespräch entsteht, kaum zustande kommen wird. Und weil das genau das ist, was die Veranstaltung ausmacht; das Drumherum, das Weiterdiskutieren beim Umtrunk, kurz: die Begegnung der Autorinnen und Autoren mit dem Publikum.

Die 43. Innsbrucker Wochenendgespräche werden daher im Mai 2021 zum selben Thema und wenn möglich mit denselben Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden. Wir würden uns wirklich sehr freuen, Sie alle im Mai 2021 begrüßen zu dürfen. Einen exakten Termin können wir zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht bieten; wir geben ihn aber bekannt, sobald wir Genaueres wissen.

Bon courage!

Literatur und Film

– zwei Medien, die mit unterschiedlichen Mitteln dasselbe wollen: Geschichten erzählen. Geschichten, die unser Denken verändern, unseren Blick auf uns selbst und auf andere hinterfragen und erweitern. Aber was sind die formalen Mittel und Strategien von Film und/oder Literatur? Was ist ihnen gemeinsam und was unterscheidet sie? Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Und wie lassen sich Stilmittel des jeweils anderen Mediums für die eigene Arbeit nutzbar machen?

Der Film als Quelle der Inspiration für die Literatur – vice versa – ist Thema der 43. Innsbrucker Wochenendgespräche. Der Fokus der Veranstaltung liegt neben den Lesungen bei den Diskussionen, weshalb über Film und Literatur in allen Facetten gesprochen werden wird.

Unter der Leitung des Schriftstellers und Dokumentarfilmers Peter Stephan Jungk, der einen bewegenden Film über seine Großtante, die Fotografin, Spionin für die Sowjetunion und alleinerziehende Mutter Edith Tudor-Hart, gedreht hat, diskutieren:

Julya Rabinowich, deren Roman Herznovelle mit Martina Gedeck in der Hauptrolle kürzlich verfilmt wurde. Kurt Palm, der als Autor und Regisseur in beiden Gattungen erfolgreich ist. Der Autor, Lyriker, Essayist und Filmwissenschaftler Thomas Ballhausen, der sich mit dem Aspekt von Film als kulturelles Erbe sowie Film und Geschichte beschäftigt. Dimitré Dinev, „Innsbruck liest“-Autor und Verfasser von Drehbüchern, Übersetzungen, Theaterstücken und Romanen. Weiters Clemens Aufderklamm, Drehbuchautor, Story- und Script-Editor von so erfolgreichen TV-Serien wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Kathrin Resetarits, Autorin, Dramaturgin, Regisseurin und Schauspielerin, zuletzt in L’Animale von Katharina Mückstein zu sehen. Lorenz Langenegger, Theater- und Romanautor sowie für das Drehbuch mehrerer Schweizer Tatort-Folgen mitverantwortlich. Cornelia Travnicek, deren Roman Feenstaub auch schon als Filmtreatment existierte, was wiederum formale Auswirkungen auf den Roman hatte. Und Herbert J. Wimmer, der in seinem Buch Unsichtbare Filme: Ein relativer Roman gezeigt hat, wie man Film als Textmodell fruchtbar machen kann.

Birgit Holzner und Joe Rabl

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